Machinarium

Adventure

„Machinarium“ ist ein schon etwas älterer Titel, der jedoch nichts von seinem Charme verloren hat. In diesem Point-and-Click Adventure steuert man einen kleinen Roboter durch eine dystopische Welt. Unterwegs trifft man auf zahlreiche Rätsel und liebevoll animierte Charakteren.

Josef, der Roboter, findet sich auf einer Müllhalde ausserhalb der Stadt. Die erste Herausforderung besteht darin, seine Einzelteile wieder zusammen zu fügen. Auf der Suche nach seiner Freundin Berta begibt er sich zu den Toren der Stadt, muss aber zuerst den Wächter am Eingang davon überzeugen, dass er zur Stadtwache gehört. Man geht auf die Suche nach bestimmten Objekte, aus denen man eine passende Uniform basteln kann. Die gesammelten Gegenstände können im Inventar miteinander kombiniert und in der Spielwelt platziert werden, um Interaktionen auszulösen – eine ganz typische Spielmechanik dieses Genres.

Allerdings gibt es in “Machinarium” nicht nur die herkömmlichen Inventar-Rätsel, sondern auch zahlreiche Puzzles. Nachdem man den Wächter überlistet hat, erkundet man die Roboterstadt. Man erfährt, dass eine Bande von bösartigen Robotern ihr Unwesen treibt und es vor allem auf Schwächere abgesehen hat. Mehrere Bewohner benötigen Hilfe, um zum Beispiel einen gestohlenen Gegenstand zu ersetzen. Unterwegs trifft man immer wieder auf seltsame Apparaturen, die einem am Weitergehen hindern. Durch Beobachten und Ausprobieren kann man das Ursache-Wirkungsprinzip der Maschinen herausfinden und sie entsprechend steuern. Manchmal helfen auch Baupläne oder Hinweise von befreundeten Robotern weiter. Im Notfall kann man auch ein Minigame absolvieren und dadurch in einem Lösungsbuch nachschauen.

Das Spiel kommt ohne Worte aus. Die Kommunikation geschieht anhand von Sprechblasen, in denen kleine Animationen, Bilder und Symbole gezeigt werden. Dadurch ist das Spiel für alle Sprachregionen zugänglich und kann auch zusammen mit jüngeren Kindern gespielt werden. “Machinarium” ist ein idealer Einstieg ins Point-and-Click Genre. Es hat einen angenehmen Schwierigkeitsgrad und ist mit einer durchschnittlichen Spieldauer von 5-6 Stunden auch nicht allzu lang.

„Machinarium“ wurde vom tschechischen Studio „Amanita Design“ entwickelt und ist auf allen gängigen Plattformen erhältlich. Für Windows, Mac und Linux findet man es auf Steam, itch.io und GOG. Ausserdem gibt es eine mobile Version für iOS und Android Geräte. Und Konsolenzocker können es auf der PS3, PS4 und Nintendo Switch spielen. Für Unentschlossene haben die Macher eine Gratis-Demoversion bereit gestellt, welche direkt im Browser und für Android verfügbar ist.